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IG Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald
IG-Klettern - JahreshauptversammlungDie diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 6.3.2010 in gewohnter Umgebung im Gasthof Kroder in Schlaiffhausen statt. Trotz widriger Wetter- bzw. Straßenverhältnissen hatten sich über 40 Interessierte eingefunden, darunter 37 stimmberechtigte Mitglieder der IG-Klettern. Es lag wohl auch am schlechten Wetter, dass heuer vergleichsweise pünktlich mit dem Programm begonnen werden konnte, und so waren die Tagesordnungspunkte flott abgearbeitet. Nach der offiziellen Begrüßung wurde zunächst der Kassenbericht verlesen, die Prüfung desselben hatte keine Auffälligkeiten ergeben. Es folgte der Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft, verlesen von Daniel Frischbier, ergänzt durch Anmerkungen von Jürgen Kollert. Letzterer informierte an Stelle des wegen der widrigen Straßenverhältnisse nicht anwesenden Christian Hartl, dem Regionalvertreter der IG für den Bayerwald, über die Situation am Kaitersberg und einigen anderen Klettergebieten im Südosten. Vorstand und Kassenwart wurden ohne Gegenstimme entlastet. Die turnusgemäß fälligen Neuwahlen gingen anschließend reibungslos über die Bühne. Jürgen Kollert wurde als alter und neuer 1. Vorstand, ebenso wie die Stellvertreter Daniel Frischbier und Bruno Novosel ohne Gegenstimme im Amt bestätigt, was einen zynischen Zeitgenossen zu der Bemerkung veranlasste, zukünftig doch nicht mehr von Neuwahlen, sondern eher von Wiederwahlen zu sprechen. Da Michael Hemmerlein bereits im Vorfeld sein Amt als Schriftführer niedergelegt hatte, wurde als neuer Schriftführer Raimund Schuh gewählt. Im Amt bestätigt wurden des Weiteren Klaus Baier als Kassenwart und Peter Randelzhofer als Kassenprüfer. Nachdem der formelle Teil der Hauptversammlung schnell und reibungslos abgeschlossen worden war, kam der Tagesordnungspunkt "Außerordentliches". TOP: AußerordentlichesZunächst bemerkte Paul Schellhorn zum Thema zusätzliche Haken, dass seiner Meinung nach weniger Gefahr in leichten überwiegend selbst abzusichernden Routen bestünde, sondern eher in schwereren Wegen, in denen wegen längerer Hakenabständen zwischen dem 2. und 3. Haken Groundergefahr besteht. Als Beispiel nannte er Routen an den Eibenwänden. Jürgen Kollert erklärte diesbezüglich zunächst, dass es an den Eibenwänden auf Grund des besonderen Status eines Naturschutzgebietes nicht ohne weiteres möglich ist, zusätzliche Haken zu setzen. Grundsätzlich sei es aber bei Beachtung des Saniererappells möglich, gefährliche Stellen zu entschärfen. Hermann Knauer berichtet über Klagen von Bergschulen, dass es zu wenige "kursgeeignete" Kletterfelsen mit dichten Hakenabständen gebe. Rolf Schweikert bemerkt daraufhin, dass es nicht die Aufgabe der IG ist, in ehrenamtlicher Arbeit Haken für Kletterschulen zu setzen, die kommerzielle Absichten verfolgen. Uwe Maier ergänzte, dass es relativ wenig Routen gäbe, welche für erste Vorstiegsversuche bei Kletterkursen geeignet wären. Man war sich einig, dass Kletterschulen und andere Kursanbieter mehr Eigeninitiative zeigen sollten. Klemens Niklaus hinterfragt danach die aktuelle Kampagne auf der Internetplattform www. frankenjura.com zum Thema Naturschutz. Des Weiteren wird die Frage gestellt, ob es sinnvoll sei, auf Sven Königs Unterschriftenliste für Naturschutzinfos auf Frankenjura.com zu unterschreiben. Eine Teilnahme an der Unterschriftenaktion wird von einigen Anwesenden auf Grund der Formulierung derselben kritisch gesehen. Grundsätzlich Einigkeit besteht jedoch darin, dass Naturschutzinformationen, wie etwa Aufklärung über regionale Absprachen mit den Naturschutzbehörden, sprich Zonierungen, Sperrungen zwecks Vogelschutz usw., in einschlägigen Führern und auf entsprechenden Internetplattformen nicht fehlen dürfen. Nachdem bei der letzten Sitzung des erweiterten Vorstandes das Thema Bouldern respektive die damit verbundenen Schwierigkeiten durch Aktive an die IG herangetragen wurde, erklärt Jürgen Kollert diesbezüglich zunächst die naturschutzfachlichen Problematik dieser Spielart des Klettersports. Einigkeit herrscht bei allen Anwesenden, dass ein Zonierungskonzept vergleichbar mit dem für das "klassische" Felsklettern im Frankenjura jetzt fast flächendeckend bestehend, für das Bouldern nicht möglich ist. Es folgt eine kurze Diskussion zu der Frage, ob und in welchem Umfang sich die IG in Sachen Bouldern engagieren sollte. Da die IG mit dem Boulderappell aus dem Jahr 1989 für die Fränkische Schweiz / den Frankenjura bereits in der Sache Verantwortung übernommen hat, wird es weiterhin als wichtige Aufgabe der IG gesehen, sich auch um das Thema Bouldern zu kümmern. Geplant ist eine Veranstaltung zur Problematik des Boulder-Sports in Zusammenarbeit mit dem DAV unter Einbeziehung der wichtigsten Aktiven mit dem Ziel, den Boulderappell zu aktualisieren und zu vertiefen. Mit diesen Diskussionen wurde der "offizielle" Teil der Veranstaltung beendet. Abgerundet und abgeschlossen wurde die Veranstaltung noch durch die Vorführung des mehrfach ausgezeichneten Film "Der Weg ist das Ziel" von Gerhard Baur, übrigens Vorstand der IG Klettern Allgäu, über die Erstbesteigung der Grand Jorasses Nordwand. Nochmals herzlichen Dank an alle Aktiven für ihr Engagement, an alle Anwesenden für ihr Interesse, an die Familie Kroder für die gute Bewirtung und an Gerhard Baur für die Überlassung des Films. Fotos:
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