IG-Klettern Frankenjura & Fichtelgebirge

Neue Kletterkonzepte

Nachdem von den zuständigen Behörden ein flächendeckendes Kletterkonzept für die gesamte Fränkische Schweiz angestrebt wird, wurde auch im vergangenen Jahr eifrig zoniert. Mit dem Kletterkonzept Gößweinstein wurde das ausgedehnte Gebiet zwischen Doos und Sachsenmühle im Wiesenttal, das untere Ailsbachtal, das untere Püttlachtal sowie die Hochfläche zwischen Gößweinstein und Bärenfels bzw. Morschreuth/Urspring erfasst. Daneben wurden Zonierungen im Burglesauer Gebiet vorgenommen, ferner im Fichtelgebirge bzw. Steinwald und in Tiefenellern. Über letztere wird in einer der nächsten Steinschlagausgaben gesondert berichtet, da die Protokolle der Begehungen noch nicht vollständig vorliegen.

Im Gegensatz zum Kletterkonzept Obertrubach, welches in einer sehr harmonischen Atmosphäre ausgearbeitet werden konnte, wurde bei den Begehungen zum Kletterkonzept Gößweinstein mitunter heftig diskutiert. Letztendlich konnten aber auch hier tragfähige Konsenslösungen gefunden werden, die alle Belange berücksichtigen. Ruhiger ging es bei den Begehungen bzw. Zonierungen in den Bamberger Gebieten zu. In allen Fällen wurden die Felsen den bekannten 3 Zonen zugeordnet, daneben sind zeitlich befristete Felssperrungen zwecks Vogelschutz zu berücksichtigen, ferner einige tageszeitliche Beschränkungen. Wie üblich gilt für alle nicht erfassten Felsen formal Zone 1, d.h. Neuerschließungen von Felsen sind nur nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde möglich.

Kletterkonzept Gößweinstein

Bei insgesamt 7 Begehungen wurden ca. 120 Felsen erfasst, darunter auch die Kletterziele, die bereits im Kletterkonzept Weiße Wand und Eibenwald berücksichtigt waren. In Einzelfällen wurde hier "nachgebessert" um die aktuelle Situation (partielle Ausweisung der Region als FFH-Gebiet) zu berücksichtigen. Brennpunkte waren vor Allem auch Föhrenstein / Wasserstein bei Allersdorf und Hungenburger Wand / Alter Freund. In erster Linie wurde hier von den Grundstücksbesitzern der Kletterbetrieb bzw. das Verhalten der Kletterer heftig kritisiert. In beiden Fällen sollten, wie anderorts auch, die einschlägig bekannten Parkplatz-Regelungen unbedingt eingehalten werden, ferner gilt es die tageszeitlichen Kletter-Beschränkungen zu beachten (Kletterbetrieb nur bis max. 1 Stunde vor Sonnenuntergang), weiterhin ist "wildes Campieren" und Feuer machen selbstredend verboten. Am Gernerfelsen wurde dem nachvollziehbaren Wunsch des Grundeigentümers entsprochen und ein Sonn- und Feiertagskletterverbot im Konzept fixiert. Gesperrt, d.h. der Zone 1 zugeordnet wurden u.a. die Zinnenwand im Wiesenttal bei Doos, die Nebenmassive des Wagnerfelsens und die ausgedehnten Felsformationen am Leimersberg (Buchenberg), rechts der Straße Stadelhofen - Kleingesee.

Burglesau

Die Zonierungen wurden im Hinblick auf die Ausweisung der Region als FFH-Gebiete durchgeführt. Außer den schon länger bestehenden Sperrungen per Verordnung ist v.a. die zeitlich befristete Sperrung des Großen Stübiger Turms wegen Vogelschutz, die auch heuer gilt, erwähnenswert.

Die an den einzelnen Felsen geltenden Zonen sind der aktualisierten Sperrungsliste zu entnehmen. Die neu aufgeführten Felsen sind dort unschwer an der roten Schrift zu erkennen. Mit der Umsetzung der Konzeptionen wurde bereits begonnen, d.h. der Schilderwald wächst weiter.


Aktuelle Sperrungen

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  • Roter Fels
  • Wunkendorfer Eck im Bärental

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