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IG Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer WaldVogelschutz - Zeitlich befristete Kletterverbote im FrankenjuraWie schon in den vergangen Jahren fand auch heuer rechtzeitig zu Beginn der zeitlich befristeten Kletterverbote ein Treffen zwischen Vertretern des Landesbundes für Vogelschutz, von verschiedenen Naturschutzbehörden, des DAV und der IG-Klettern statt. In gewohnt entspannter Atmosphäre wurden vom LBV zunächst die Brutzahlen des Jahres 2011 vorgestellt und erläutert. Nachfolgend wurde über die anstehenden Kletterbeschränkungen diskutiert. Erfreulicherweise wurden keine eklatanten Übertretungen der Kletterbeschränkungen - wie etwa 2010 am Gecko-Felsen - bemängelt. Die im Frankenjura angewandten Sperrungsmodi erweisen sich weiterhin als effektiv und werden von den Kletterern auch akzeptiert. Bezogen auf die Wanderfalkenpopulation fiel die Bilanz der Vogelschützer durchaus positiv aus: Bei über 20 Brutpaaren konnten über 25 ausgeflogene Jungvögel sicher zugeordnet werden, wobei sich die Zahlen in etwa auf dem Niveau der Vorjahre bewegen. Ganz anders stellt sich die Situation beim Uhu dar. War im Jahr 2010 noch eine erfreulich große Zahl an erfolgreichen Uhu-Bruten zu verzeichnen, so konnte 2011 keine einzige erfolgreiche Brut gesichert werden. Ein Umstand, der laut LBV vordergründig nichts mit dem Klettersport zu tun hat. Ausschlaggebend dürfte wohl ein schlechtes Nahrungsangebot gewesen sein. Das Jahr 2010 war ein gutes "Mäuse-Jahr", was sich 2011 nicht wiederholte. Interessant auch, dass durch eine Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzung der Freiflächen, dem Uhu die Beutejagd erschwert wird. Durch den vermehrten Anbau hoch wachsender Biomasse wird es für den Uhu immer schwerer, erfolgreich Jagd auf Beutetiere zu machen. Kritisiert wurde auch die hohe Zahl an toten Uhus, die auf den Straßenverkehr, Stromunfälle (Hochspannungsleitungen) und Scheibenanflug zurückzuführen ist. Ein weiteres Indiz dafür, dass der Klettersport nicht für die schlechte Uhu-Bilanz verantwortlich gemacht werden kann, ist zudem, dass der Brutausfall auch an nicht bekletterten Felsen und bei Bodenbruten zu verzeichnen war. Übrigens ist nur ein vergleichsweise geringer Teil der Uhu-Brutplätze an Kletterfelsen lokalisiert, was sich beim Wanderfalken genau gegenteilig darstellt: Hier sind es überwiegend Kletterfelsen, die als Brutplatz genutzt werden. Ungeachtet dessen müssen natürlich die Kletterverbote strikt eingehalten werden, damit die Lebensbedingungen für die bedrohten Vogelarten nicht weiter verschlechtert werden. Abschließend erfolgte noch der Abgleich der aktuellen Sperrungsliste und es wurden Einzelheiten zur Optimierung der Schutzmechanismen diskutiert. Neue Sperrungen sind erfreulicherweise (noch) nicht zu beachten. Alle Details sind der aktuellen Sperrungsliste zu entnehmen. Diese findet sich im Internet unter: |
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